Eine wahre Geschichte über Mut, Liebe und Überleben in der dunkelsten Zeit
Als der Himmel über Deutschland von Rauch verbrannter Synagogen erfüllt war und die Straßen vom Klang zerbrechenden Glases widerhallten, begann für Anna Chlebowski und Gerhard Sperber eine Reise voller Gefahr, Hoffnung und Aufopferung. Beide noch keine zwanzig Jahre alt, ließen sie ihre Familien und ihre Geburtsstadt zurück, um nach Sicherheit in die Niederlande zu fliehen. Doch was als verzweifelte Flucht begann, wuchs zu einer Tat von ungekanntem Mut heran – eine Geschichte, die das Leben vieler verändern sollte.Im Mai 1940, nach dem deutschen Einmarsch in die Niederlande, sahen Anna und Gerhard, wie sich ihre Umgebung in eine neue Frontlinie des Krieges verwandelte. Anstatt sich zu verstecken, beschlossen sie, das Risiko einzugehen: Sie schlossen sich dem Widerstand an. Unter falschen Namen halfen sie jüdischen Kindern beim Untertauchen und spielten eine entscheidende Rolle im Widerstand, trotz der ständigen Gefahr, verraten zu werden. Sogar ihr eigenes neugeborenes Baby brachten sie zu einem Versteck – eine herzzerreißende Entscheidung, die ihre Liebe und ihren Überlebenswillen nur noch stärker machte.
Als 1943 die Situation in den Niederlanden unerträglich wurde, flohen sie erneut, diesmal nach Frankreich. Dort kämpften sie Seite an Seite mit der französischen Résistance und arbeiteten mit den Alliierten zusammen, um die Dunkelheit des Krieges zu durchbrechen. Ihre Lebensgeschichte ist eine Hommage an die Kraft des menschlichen Geistes und die Bedeutung der Hoffnung, selbst in den dunkelsten Zeiten.
Über mein Buch
Ich habe Jahre damit verbracht, über Anna und Gerhard zu forschen: Archive durchforstet, persönliche Zeugnisse und historische Dokumente gelesen. All dies hat in meinem dokumentarischen Roman „Das Licht in der dunkelsten Nacht“ seinen Niederschlag gefunden. Dieses Buch erweckt ihre Geschichte zum Leben und gibt einen einzigartigen Einblick in die Geschichte des Widerstands und die Stärke zweier junger Menschen, die sich weigerten, Unrecht hinzunehmen.
Möchtest du mehr über Anna und Gerhard erfahren? Auf dieser Website findest du Hintergrundinformationen, Originaldokumente und exklusive Auszüge aus dem Buch. Vor allem aber hoffe ich, dass „Das Licht in der dunkelsten Nacht“ dich inspiriert – und dich an den Mut erinnert, der selbst in den schwierigsten Zeiten möglich ist.
Lies es. Fühle es. Erlebe es.
Mein Buch ist seit November 2025 erhältlich.
Hardcover:
E-Book:
Dezember 2024 Fred Seesing
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Die Geschichte hinter den Fotos
Ich hatte das Buch "Die Judenverfolgung in Fotos 1940 - 1945" gekauft und blätterte darin. Auf Seite 86 schauten mich zwei junge jüdische Menschen, Anna Chlebowski und Gerhard Sperber, an. In der Beschreibung stand, dass Anna aus Essen und Gerhard aus Berlin in die Niederlande geflohen waren. Meine Neugier war geweckt.Da alle Juden während des Zweiten Weltkriegs, die sich in den Niederlanden befanden, nach Amsterdam umziehen mussten, war die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich Anna im Amsterdamer Archiv finden würde. Und so war es auch. Es stellte sich heraus, dass sie am 23. November 1938 in der Roeterstraat 8, im dritten Stock, eingetragen wurde, relativ kurz nach der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938. Nach dieser Nacht öffnete die Niederlande ihre Grenzen für jüdische Kinder, und wahrscheinlich kam Anna mit einem Kindertransport in die Niederlande. Viele Kinder fanden bei Gastfamilien Unterschlupf, die sich bereit erklärt hatten, Kinder aufzunehmen.
Die Karte zeigte außerdem, dass sie im Februar 1940 in der Wieringermeer registriert war. Als ich diese Adressen im Internet suchte, stellte sich heraus, dass dies die Adresse eines Ausbildungszentrums mit dem Namen "Werkdorp" war. Bei weiteren Recherchen wurde mir klar, dass hier junge jüdische Menschen ausgebildet wurden, um nach Palästina oder andere Länder zu emigrieren.
Weiter fand ich eine Karte von Anna in der jüdischen Kartei. Von jedem in den Niederlanden lebenden jüdischen Bürger wurde im Krieg eine Karte angefertigt. Dies waren ordentlich getippte Karten mit umfangreichen persönlichen Daten der Betroffenen. Neben Name, Geburtsdatum und Geburtsort wurden einige weitere persönliche Informationen auf die Karte geschrieben. Zwei Dinge fielen mir auf: JR bedeutet Jüdischer Rat und "Gesperrt wegen Funktion", was nichts anderes bedeutete als "vorübergehend von der Deportation freigestellt". Für mich war jetzt klar, dass Anna für den Jüdischen Rat gearbeitet hatte und deshalb eine "Sperre" erhielt. Es gelang ihr später, dass auch Gerhard eine Sperre bekam. Auch die Nummer oben rechts ist ein Hinweis. Der Nummerkreis von 80.000–100.000 war für die Mitarbeiter des Jüdischen Rates reserviert.
Weiter war interessant, dass sie ein Diplom der van-Detschule hatte, einer Haushaltsschule in Amsterdam. Offenbar ging sie, nachdem sie in den Niederlanden angekommen war, noch zur Schule.
Anna und Gerhard haben sich im Werkdorp in der Wieringermeer kennengelernt. Sie flohen im Herbst 1943 nach Frankreich und schlossen sich dem Widerstand an. Sie wurden verraten und deportiert.
